Historie - FF Stadt Regis-Breitingen

seit 1875
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Historie
Geschichte der FF Regis-Breitingen
Am 03. Oktober 1875 wurde in Regis von 49 Bürgern eine Freiwillige Feuerwehr gegründet, welche die zuvor bestehende Pflichtfeuerwehr ersetzte. Aus diesem Anlass hätten wir gerne in diesem Jahr unser 145 jähriges Bestehen mit Ihnen gemeinsam gefeiert. Durch die bestehenden Einschränkungen und Planungsunsicherheiten haben wir uns entschieden diese Festlichkeit auf das nächste Jahr zu verschieben. Dennoch ist ein solches Jubiläum natürlich eine einmalige Sache. Daher werden wir bis zum 03. Oktober dem Gründungstag, jeden Sonntag auf unserer Website und unseren Social Media Plattformen einen kleinen Einblick in verschiedene geschichtliche Ereignisse und prägende Einsätze unserer Wehr geben.
1896 wurde unter der Leitung von Kamerad Hugo Reuter die damals weit verbreitete Feuerwehrkapelle, welche heute nicht mehr besteht, gegründet.
An eine Alarmierung mit Pager, Sirene und Handyalarmierung wie in der heutigen Zeit war natürlich damals noch nicht zu denken. Die Alarmierung geschah damals noch durch Hornisten mit Hornsignal und bei Bedarf durch das Sturmläuten der großen Glocken beider Kirchen der Stadt. Im Jahr 1938 erhielten die Regiser Kameraden ein Löschfahrzeug vom Typ Mercedes-Benz. Unbedingt zu erwähnen ist auch der Brand welcher am 14.02.1939 im damals ca. 400 Jahre alten Ratskeller am Markt den kompletten Dachstuhl und das Obergeschoss zerstörte und zum Abriss des Gebäudes im gleichen Jahr führte. Auch das denkwürdige Hochwasser im Jahre 1954, bei dem unterhalb von Regis der Schutzdamm brach, sollte nicht unerwähnt bleiben
Erst im am 07.10.1967 kam es zur Vereinigung mit der 1907 gegründeten Wehr aus Breitingen zur Freiwilligen Feuerwehr Regis-Breitingen und das 1938 beschaffene Löschfahrzeug wurde durch ein LF 16 S 4000 ersetzt.
In der Nacht vom 01.01.1977 zum 02.01.1977 kam es zu einem Brand im ehemaligen Herrenhaus vom Rittergut Breitingen. Brandursache war ein im Luftschacht statt im Schornstein angeschlossener Küchenherd. Holzbalken entzündeten sich und lösten den Brand aus. Ein zwei Monate altes Kind erstickte dabei.
Im Jahr 1990 wurde unserer Wehr ein Löschfahrzeug 16-TS vom Typ Mercedes vom Bundesinnenministerium für den Katastrophenschutz übergeben. Zu den entsprechenden Übungen des Katastrophenschutzes des Landkreises Borna, ab 1994 haben die Kameraden die Wehr immer würdig vertreten. Vom 03.10.1993 bis 16.10.1993 waren die Kameraden rund um die Uhr beim Errichten von 13 Ölsperren auf der Pleiße im Einsatz. Angeschwemmtes schweres Heizöl aus dem Raum Altenburg war die Ursache der Havarie. Am 08.06.1996 nahmen 9 Kameraden mit dem LF 16/TS an einer Katastrophenschutzübung auf dem Flughafen Leipzig-Halle teil.
Am 10. August 1996 rückte die Wehr um 06:45 Uhr mit 18 Kameraden und den beiden Löschfahrzeugen zu einem Großbrand auf das Gelände der ehemaligen Strafvollzugseinrichtung aus, die Wehren von Deutzen und Borna mussten zur Verstärkung angefordert werden. Durch die gute Zusammenarbeit der eingesetzten 41 Kameraden der 3 Wehren konnte ein Übergreifen des Feuers die anderen Gebäude verhindert werden.
Der Jahreswechsel 1997/1998 ist in die Geschichte eingegangen. Vom 31.12.1997 00:30 Uhr bis zum 04.01.1998 14:15 Uhr waren 31 Kameradinnen und Kameraden der Wehr, davon 15 Kameraden unter schwerem Atemschutz im Einsatz, um einen Großbrand in der Recyclinganlage auf dem Gelände der ehemaligen Brikettfabrik Regis zu löschen. Im Schichtsystem leisteten sie 812 Einsatzstunden. Auch die Kameradinnen der Frauenabteilung waren täglich im Einsatz, um die Versorgung nicht nur der Regiser Kameraden, sondern auch aller 412 Einsatzkräfte bei dem Großbrand, welcher als einer der größten Feuerwehreinsätze im Landkreis Leipziger in die Geschichte eingegangen ist, sicherzustellen.

Weitere Kräfte: FF Deutzen, FF Treben, FF Borna, FF Eula, FF Kahnsdorf, FF Groitzsch, FF Böhlen, FF Espenhain, FF Zedtlitz, FF Zweenfurth, FF Liebertwolkwitz, FF Oelzschau, FF Rötha, FF Pegau, FF Zwenkau, FF Engelsdorf, FF Geithain, FF Markkleeberg, FF Frohburg, FF Greifenhain, FF Lobstädt, FF Kitzscher, FF Eschefeld, FF Kohren-Sahlis, FF Prießnitz, Feuerwehr LMBV Espenhain, FF Haselbach, FF Thräna, FF Neukirchen, FF Holzhausen, FTZ Borna, FTZ Liebertwolkwitz, Kreisbrandmeister
Mit einem Tag der offenen Tür am 28.02.1998 wurde die feierliche Übergabe des neuen LF 16/12 vom Typ MAN an die Wehr übergeben. Nach 19 Jahren wurde das LF 8/STA außer Dienst gestellt. Vom 01.04.1998 bis zum 09.04.1998 waren wir bei einem Reifenbrand in Flößberg mit 48 weiteren Feuerwehren aus dem Landkreis Leipziger Land und dem Muldentalkreis im Einsatz.
Zu einem weiteren Großbrand in diesem Jahr mussten wir am 11. Dezember zur ehemaligen Milchviehanlage nach Heuersdorf ausrücken. Insgesamt waren 43 Kameraden der Wehren aus Heuersdorf, Deutzen, Groitzsch, Neukieritzsch, Borna und Regis-Breitingen im Einsatz.
Vom 19. Dezember 2003 bis zum 28. Dezember 2003 waren wir gemeinsam mit mehreren Einsatzkräften der Polizei und weiteren Feuerwehren am Haselbacher See im Einsatz. Der Grund für den mehrtägigen Einsatz waren zwei vermisste Angler, welche beide leider nur nocht tot geborgen werden konnten. Einer der Beiden wurde erst Monate nach der Suche im Dezember 2003 gefunden.
Am 15. Juli 2006 wurde unserem damaligen Wehrleiter Karsten Jockisch vom sächsichen Justizminister Geert Mackenroth ein umgebauter Trabant aus der JVA Torgau für unsere Jugendfeuerwehr übergeben. Der Trabi, welcher durch unseren Jugendwart Frank Bytow liebevoll gepflegt wird, verrichtet bis heute einen treuen Dienst als Ausbildungsfahrzeug für unsere Jugendfeuerwehr.
Am 07.09.2008 wurden wir mit unserem LF 16/12 zu einem Containerbrand ins Gewerbegebiet Regis Nord alarmiert. Wie sich an der Einsatzstelle schnell herausstellte war die Meldung nicht zutreffend, stattdessen stand der hintere Teil des damaligen DISKA-Marktes bereits in Vollbrand. Sofort wurden die FF Ramsdorf, die FF Deutzen und die Drehleiter der FF Borna nachalarmiert und die Löscharbeiten mit 3 C-Rohren begonnen. Auch der ELW und das LF 16-TS unserer Wehr waren im Einsatz. Gegen 10:00 Uhr war der Einsatz nach ca. 7 Stunden beendet. Auch am gleichen und darauffolgenden kam es zu weiteren zwei Einsätzen bei denen Nachlöscharbeiten durchgeführt werden mussten. Der Markt wurde durch das Feuer bis auf die Grundmauern vollständig zerstört.
Während des Hochwassers im Juni 2013 waren zahlreiche Kameraden mit dem LF 16/TS des Katastrophenschutzes zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte in Pegau und Elstertrebnitz im Einsatz.
Unterstützer der Feuerwehr
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